Der Anfang

Photo by Nik Guiney on Unsplash
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Ich spiele schon lange mit dem Gedanken einen eigenen Blog zu starten. Immer wenn mich ein Buch absolut begeistert und ich davon schwärmen möchte. Oder wenn eine Lektüre mich derart in einen inneren Zwiespalt treibt, dass meine streitenden Gedanken ein Ventil brauchen. Wenn ich mich mal wieder mit einer Phase oder einem Aspekt des Autorenlebens rumschlage und etwas berichtenswertes darin finde. Wenn ich im Urlaub bin und mich etwas oder jemand total inspiriert oder ich mich in einen Ort verliebe und diese Verliebtheit von den (virtuellen) Dächern schreien will.

 

Aber einen Blog starten? Meine Gedanken (potentiell) mit der ganzen Welt teilen und das am Besten noch regelmäßig? Ich bin ein chronisch gestresster Mensch, der sich immer zu viel vornimmt und manchmal daran verzweifelt, dass einfach keine Zeit bleibt. Für all die Sachen, die ich noch so gerne machen und lernen würde. Während meine To-Do-Listen immer lang und meine Ziele oft zu groß sind, so weiß ich doch wie wichtig Prioritäten sind und dass ich nicht alles schaffen kann. Auch wenn mich diese Erkenntnis nicht davon abhält es immer wieder mal zu versuchen, aber das ist okay, Scheitern gehört dazu. Nur Aufgeben ist nicht erlaubt.

 

Wenn ich also einen Blog anfange, dann möchte ich ihn natürlich so gut machen, wie möglich. Regelmäßige Updates und idealerweise immer wieder man neue Artikel und Formate, die man sonst nicht schon irgendwo findet oder kennt. Tolles Design, tolle Bilder, am Besten noch viele Bilder selbst schießen, denn ich probiere mich ja auch gerne im Fotografieren aus und hey, das wäre doch noch individueller und einzigartiger!

 

Vielleicht merkt ihr schon, woran es dann schnell gehakt hat bei den tollen Plänen - bei der Angst sie nicht umsetzen zu können. Denn wenn die Uni (oder bald irgendwann dann der Brotjob) zu stressig wird, geht sie eben vor. Direkt danach kommen Privatleben und Autorenleben, denn ohne diese beiden Prioritäten werde ich schnell unglücklich. Danach kommen die ganzen anderen Interessen und Leidenschaften, von Lesen zu Spanisch lernen, ein bisschen dies und das... und dann noch Bloggen, irgendwo zwischen Privatleben & Autorenleben und den anderen Interessen.

 

Ihr kennt das alle selbst, mit eurem eigenen Mix an Prioritäten und Interessen. Daher kennt ihr sicherlich auch den Gedanken: "Ich warte bis ich mehr Zeit habe und dann mache ich xyz richtig". Es erscheint so logisch, denn es liegt einem ja was an xyz und man möchte ihm gerecht werden und sich die Zeit dazu nehmen. Aber auf die "richtige" Zeit zu warten, ist wie in der Warteschleife einer Hotline zu hängen, bei der nach jedem Ende des Liedes ein paar Herzschläge Stille folgen - bevor es wieder von vorne losgeht. Es gibt kein Ende dieser Wartezeit, das Leben hört nicht einfach auf stressig zu sein und je länger man etwas vor sich herschiebt, desto schwieriger wird es tatsächlich anzufangen. Es mag immer Ausnahmen geben, aber das ist meiner Erfahrung nach die Regel, bei Plänen und Träumen und so ziemlich allem.

 

Und was ist das Schlimmste was passieren kann? Wenn ich einen Blog anlege, ihn nicht regelmäßig füttern kann oder er gar ganz einschläft - dann muss ich ihn eben immer wieder mal aufwecken. Es ist mein Blog und er wird eben auch mein Leben und meine Launen widerspiegeln. Wer daran teilhaben will, der ist mir hier herzlich willkommen, ich freue mich über jeden einzelnen Besucher und Leser. Wer sich an den potentiellen Pausen stört und nicht mehr vorbeischaut - dem wünsche ich viel Spaß auf besser geführten Blogs, es gibt ja so viele tolle im Netz <3

 

Wer bis hierhin durchgehalten hat, kann es sich schon denken, aber nochmal kurz und knackig: Auf diesem Blog werde ich über Bücher schreiben, die ich gelesen habe oder lesen will, über die Auf und Ab meiner Erfahrungen als (noch unveröffentlichte) Autorin. Und ab und an vermutlich auch mal über andere Dinge, die gerade meine Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen.  Erstmal habe ich nur zwei Kategorien "Autorenleben" und "Bücherwelt & Rezensionen" eingeführt, mal schauen was noch dazu kommt. Ihr könnt euch natürlich auch über die Hashtags umschauen, unter diesem Text findet ihr schon mal ein paar:

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