· 

Rezension "Love, Hate & Other Filters" von Samira Ahmed

Titel: Love, Hate & Other Filters

Autorin: Samira Ahmed

Verlag: Soho Teen Press

Genre: Young Adult / Romance  (meine Einschätzung/Einordnung)

Reihe: Einzelband

 

 

Klappentext:

American-born seventeen-year-old Maya Aziz is torn between worlds. There’s the proper one her parents expect for their good Indian daughter: attending a college close to their suburban Chicago home, and being paired off with an older Muslim boy her mom deems “suitable.” And then there is the world of her dreams: going to film school and living in New York City—and maybe (just maybe) pursuing a boy she’s known from afar since grade school, a boy who’s finally falling into her orbit at school.

 

There’s also the real world, beyond Maya’s control. In the aftermath of a horrific crime perpetrated hundreds of miles away, her life is turned upside down. The community she’s known since birth becomes unrecognizable; neighbors and classmates alike are consumed with fear, bigotry, and hatred. Ultimately, Maya must find the strength within to determine where she truly belongs.

 

Meine Meinung

Cover:

Toll. Schlicht, schöne Farben auf dem weißen Hintergrund. Es passt gut zur Geschichte und meine Aufmerksamkeit hat es auch direkt gepackt. I like it.

 

Geschichte:

Dieses Buch hat mich voll überzeugt und aus einer kleinen Leseflaute herausgeholt, indem es mich nach wenigen Seiten nicht mehr losgelassen hat und ich es einfach am Stück durchlesen musste. Es liest sich schön und schnell, man ist neugierig und hofft und freut sich mit der Protagonistin Maya. Es geht hier nicht um Leben und Tod und es gab für mich keine extremen Höhen oder Tiefen, keine Herzzerbrechenden oder Aufstehen-und-durch-den-Raum-Tanzen  Momente. Trotzdem kriegt dieses Buch von mir eine absolute Empfehlung. Warum? Nun, lest weiter:

Die Geschichte von Maya spielt in einer kleinen Stadt, während eines warmen Sommers. Maya ist kurz davor die Schule zu beenden und wurde in Amerika geboren, aber hat indische Wurzeln. Sie hat all die Sorgen, die die meisten Teenage-Protagonistinnen kennt, von dem süßen Jungen, der aber eine Freundin hat, zu der Frage, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Nur das Maya bereits eine sehr gute Antwort auf die letzte Frage hat, denn sie wurde von der NYU angenommen und will dort Film studieren, ihre absolute Leidenschaft. Doch ihre traditionellen indischen Eltern sehen ihre Dokumentationen und ihre Kamera nur als ein Hobby und wollen nicht, dass sie so weit weg von daheim zieht. Tatsächlich, wissen sie noch gar nichts von den Aspirationen ihrer geliebten Tochter.

Nun gibt es ein paar Punkte, die das Buch für mich zu etwas Besonderem gemacht haben. Zum einen ist das die relative Reife der Protagonistin. Sie ist natürlich nicht alt und weise, aber für eine Teenagerin in einem Roman, verhält sie sich meistens erstaunlich vernünftig und erwachsen auf eine Art, die mir sehr sympathisch ist und mit der ich mich identifizieren konnte. Ihre Liebe zu Filmen und Geschichten und generell ihre Art die Welt um sich herum zu sehen, haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. 

 

"I seek refuge in The Namesake and turn to a dog-eared page - and a familiar line jumps out at me:

You are still young. Free... Do yourself a favor. Before it's too late, without thinking about it first, pack a pillow and a blanket and see as much of the world as you can."

 

Sie ist nicht perfekt und wird viel zu oft rot (das wurde für meinen Geschmack zu oft erwähnt/thematisiert), aber das macht sie ja auch zu einem runden Charakter. Sie liebt ihre Eltern, aber will ihre Träume trotzdem nicht für sie aufgeben. Sie rebelliert an manchen Stellen, sieht es aber später auch wieder ein. Sie träumt von der Welt und ihrem möglichen Leben und sieht alles immer wieder auch durch die Linse ihrer Kamera oder mit den Augen einer Regisseurin.

 

"I raise my camera. One thing I've learned: people lova a camera, and when I'm filming they see it, not me,

so whenever I need to, I can quietly disappear behind my trusty shield."

 

Weiterhin hat es mir sehr gut gefallen, durch Maya und ihre Familie einen kleinen Einblick in indische Kultur zu erhalten und wieder mal etwas aus einer anderen Sicht auf unsere oder in diesem Falle die amerikanische Gesellschaft zu lesen. Im Buch wird auch von einem Anschlag erzählt und wie er selbst nur indirekt Auswirkungen auf Mayas Leben hat, die man sich als unbeteiligte und nicht einer Minderheit angehörige Person vielleicht nicht so gedacht hätte. An dieser Stelle spielt dann auch der nächste Pluspunkt der Geschichte hinein, die Freundschaften. Maya hat eine beste Freundin Violet, die einfach nur wundervoll ist, und eine Tante, die mehr wie eine weitere gute ältere Freundin wirkt, die Maya unterstützt und eine starke Frauenfigur in der Geschichte ist.

Ein nicht gerade kleiner Teil dieser Geschichte macht der Romance Teil aus, der hauptsächlich zwei Jungen betrifft. Phil, den beliebten Sportler der Schule, in den Maya schon länger verknallt ist, aber der eine Freundin hat. Und Kareem, der indische Sohn von Freunden ihrer Eltern, der quasi perfekt scheint. Ich mochte Phil und Kareem beide ganz gerne, wobei mich keiner von ihnen begeistert hat, weswegen ich sie auch jetzt nur kurz erwähne. Ich mochte allerdings wie Maya mit den beiden und ihren Gefühlen umging, und das Ende fand ich auch sehr schön gewählt und geschrieben.

 

Insgesamt gebe ich dem Buch also eine wärmste #Leseempfehlung und hoffe, ihr findet es genauso schön wie ich. Ich empfehle immer gerne die englische Originalversion und in diesem Fall kann ich euch auch gar nicht auf die deutsche Version hinweisen, denn es wurde bisher noch nicht übersetzt. Von mir kriegt es auf jeden Fall fünf von fünf Bücherpunkten: 

 


Ein Lesehighlight - loved it!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0