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Rezension "Not Working" von Lisa Owens

Titel: Not Working

Autorin: Lisa Owens

Verlag:  Picador

Genre: Contemporary / Humor 

Reihe: Einzelband

 

Klappentext:
Claire Flannery has had more than a few sleepless nights lately. Maybe she shouldn't have walked out of her job with no idea what to do next. Maybe she should think before she speaks -- and maybe then her mother would start returning her calls. Maybe she should be spending more time going to art galleries, or reading up on current affairs, and less time in her pyjamas, entering competitions on the internet. Then again, maybe the perfect solution to life's problems only arises when you stop looking for it . . .

 

Meine Meinung:

Cover:

Das Cover ist gut. Es hat mich angesprochen und ich habe es mitgenommen, weil es sowohl vom Cover als auch vom Klappentext her lustig und nach einer Geschichte klang, mit der ich mich vielleicht identifizieren kann. Zudem wurde auf dem Cover und Klappentext um die fünf Mal erwähnt, dass dieses Buch "funny" oder "witty" sein soll: es wurden also Erwartungen geweckt!

 

Geschichte:

Also. Es war ein Coverkauf. Und bisher hatte ich damit meistens Glück. Dieses Mal nicht. Und das obwohl selbst der Klappentext gut klang.

Ich hatte wirklich keine hohen Erwartungen an das Buch und wollte eigentlich nur locker leicht unterhalten werden für ein paar hundert Seiten. Aber weder der Schreibstil noch die Geschichte haben mich unterhalten. Etwas konfus und stellenweise gefühlt zusammenhanglos erzählt Claire von ihrer halbherzigen Jobsuche. Nachdem sie ihren alten Job gekündigt hatte, weil sie dort unglücklich war, suchte sie nun nach etwas, was besser zu ihr passt und sie idealerweise gerne macht. So weit so gut, sie hatte am Anfang mein vollstes Verständnis. Sie bewirbt sich auf wenige Jobs und scheint selbst bei denen nicht genau zu wissen warum sie sich darauf bewirbt. Nur um dann sehr enttäuscht zu sein, wenn eine Absage kommt.

Was ich aber wirklich nervig fand, war die Naivität, mit der sie an die Sache rangeht und die absolut fehlende Entwicklung in der Hinsicht, oder auch irgendeiner Hinsicht. Ihr Freund Luke hat einen Job und ist erfolgreich darin und war auch an und für sich ganz okay, wenn auch von Anfang an etwas ungeduldig mit Claire und ihrer Jobsuche ist. Eine Ungeduld, die ihn mir anfangs unsympathisch mache, die ich dann gegen Ende des Buchs sehr gut verstand. Genau dann hatte er sie aber scheinbar verloren und sich dafür noch insgesamt für sein Verhalten entschuldigt. Das war irgendwie... irritierend.

Dann gibt es einige Nebenhandlungen, die sich u.a. um eine Pflanze am Haus und um die Familie von Claire drehen, und von denen mich keine interessiert hat, abgesehen davon, dass Teile davon einfach lächerlich waren. Fast lustig lächerlich, aber eben nur fast.

Ich muss gestehen, dass ich im letzten Drittel des Buches teilweise die Seiten teils nur überflogen habe bevor ich dann gegen Ende wieder genau gelesen habe. Nach der ersten Hälfte hatte ich einfach schon das Gefühl gehabt, meine Lebenszeit mit diesem Buch zu verschwenden, aber ich wollte wenigstens wissen, wie es denn nun ausgeht. Was für einen Job diese Claire bloß findet und ob sie sich von Luke trennt. Nun, das Ende könnte im Prinzip der Anfang des Buchs sein und man könnte daraus eine konfuse Endlosschleife machen. Oder es einfach weglegen und sich von dem coolen Cover etwas betrogen fühlen, so wie ich.

Keine Leseempfehlung, nur einen Bücherpunkt und eine genervte Kathy.


Leider für mich verschwendete Lesezeit

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