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Bücherwelt Jahresabschluss

Das Ende von 2018 ist einfach so an mir vorbeigezogen. Zwischen den zwei Buchmessen in Frankfurt und Berlin, dem Job und meinen Schreibprojekten und kurz vor meiner Abreise Anfang Dezember noch eine fette Erkältung, bin ich gefühlt kaum zum Blinzeln gekommen. Ich habe trotzdem noch ein paar Bücher gelesen und bin damit insgesamt bei 48 Büchern im Jahr 2018 angekommen. Drei weniger als ich wollte, zwei weniger als 2017. Aber das liegt vor allem daran, dass ich in Südafrika einfach zu sehr damit beschäftigt war, jeden Moment mit Erinnerungen zu füllen. Von daher tut mir das kein bisschen Leid und ich setze mir für 2019 einfach wieder 51 Bücher als Ziel. Habt ihr buchige Jahresziele? :)

"The Toymakers" von Robert Dinsdale

Das Cover und der Klappentext hatten es mir schon länger angetan sowie die Anmerkung auf der Rückseite: "If there were a Toyshop on Diagon Alley, it would be The Toymakers...". Für Harry Potter Fans ist die Winkelgasse ein sehr gutes Argument. Auch wenn es eigentlich hätte Emporium heißen müssen, denn so nennt sich der Spielwarenladen im Buch. Ich finde es schwer eine klare Kurzmeinung zu der Geschichte zu formulieren, denn einerseits war sie wirklich mal was anderes und magisch und gut aus- und durchdacht - andererseits gab es einige Längen und ich wusste teilweise wirklich nicht wo die Geschichte hingehen sollte oder ob sie überhaupt einen Sinn hatte. So schön einige Stellen waren, so war ich doch immer wieder mal davor es einfach wegzulegen. Die Neugier und die Magie der Geschichte haben mich dann aber doch bis zur letzten Seite gebracht und ich bin froh es gelesen zu haben. Wenn ihr Kreativität schätzt und euch gerne von der Story ins Ungewisse führen lasst, dann solltet ihr diesem Buch mal eine Chance geben. Es hat viele tolle Stellen.

"Assassin's Heart" von Sarah Ahiers

Ich hatte echt schon lange Lust mal wieder was mit Assassinen zu lesen und hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es ist auch sehr schön gemacht als Hardcover und die Geschichte klang sehr gut. Im Endeffekt war es mir dann aber doch etwas zu vorhersehbar, es fehlte das Gewisse Etwas und das nicht nur bei der Lovestory (die aber auch nicht der Fokus war). Nichtsdestotrotz ließ es sich schnell lesen, am Schreibstil hatte ich nichts auszusetzen.  Alles in allem okay.

"Countdown to Noah I & II "von Fanny Bechert

30 Kapitel über zwei Bücher verteilt, jedes Kapitel steht für einen Tag. Denn maximal dreißig Tage hat die Protagonistin, bis sie sich nach dem Biss eines Noahs (quasi ein Zombie) selbst in einen verwandeln wird. Eine sehr spannende Prämisse und auch ihre Motivation eine sichere Zukunft für ihre Schwester zu sichern, ist stark und nachvollziehbar. Die Lovestory fand ich am Anfang etwas sehr schnell und zu gewollt, aber mit der Zeit hat sich da auch echte Spannung draus entwickelt. Was ich etwas schade fand, war das Ende, bzw der zweite Teil vom zweiten Teil. Da hätte meines Erachtens mehr rausgeholt werden können, aus dieser Antagonistin. Aber ich habe beide Bücher an einem Tag weggelesen, weil ich wissen wollte wie es ausgeht und ich mag Fannys Schreibstil, kann sie also durchaus empfehlen :D

"The Song of Achilles" von Madeline Miller

Eine tragische Geschichte, denn wohl jeder weiß von Anfang an, wie es enden wird. Sie wurde anders erzählt als ich erwartet habe und ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Die Liebe zwischen Patroclus und Achilles wächst aus einer tiefen Freundschaft heraus und trotz vielen Hindernissen und hinterlässt einfach ein schönes Gefühl. Große Gefühle und viel mitfiebern und mitfürchten mit richtig tollem Schreibstil und einigen schönen Stellen und Sätzen. Lest es!

PS: ich finde das neue Cover in der Bloomsbury Modern Classics Edition wunderschön <3

"The Lady's Guide to Petticoats and Piracy" von Mackenzie Lee

Eines meiner Lesehighlights des Jahres. Die Protagonistin war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist ehrgeizig und anders als die Gesellschaft ihrer Zeit Frauen haben möchte. Sie zweifelt oft an sich, aber kämpft sich durch und gibt ihre Träume nicht auf, ergreift jede Chance, auch wenn es nicht immer die richtigen sind. Ich habe viel gelacht während dem lesen und mich immer wieder gefreut, wenn ich die Zeit gefunden habe wieder in der Geschichte zu versinken. Das Ende fand ich nicht ganz so gut wie den Rest der Geschichte, aber schlecht würde ich es auch nicht nennen. Ich werde auf jeden Fall auch mal den ersten Teil über den Bruder der Protagonistin lesen, aber dieses Buch kann auf jeden Fall auch für sich gelesen werden und ein paar starke feministische Vibes, die ich toll finde <3

"Year of Yes" von Shonda Rimes

Ich war sehr neugierig auf dieses Buch. Shonda hat als Autorin von den TV-Serien "Grey's Anatomy", "Scandal" und "How to get away with murder" einiges als Vorreiterin für Frauen in der Branche geschafft. Sie hat jede Menge Talent und Witz und Ehrgeiz und ist ein Vorbild. Dazu ist sie mir noch besonders sympathisch, weil sie auch introvertiert und schüchtern ist. Oder war. In diesem Buch beschreibt sie ihre Erfahrungen, als sie angefangen hat ein Jahr "Ja" zu allem zu sagen, was sie vorher aus Angst abgelehnt hatte. Zu Reden, Vorträgen, Ideen, Auszeiten, Gesundheit... das "Ja" hat sich in alle Bereiche geschlichen, auch wenn es manchmal ein "Nein" zu etwas bedeutet hat. Natürlich hat nicht jeder all diese Optionen und Möglichkeiten, die Shonda offenstanden und stehen, aber ich fand ihre Worte trotzdem gut gewählt und inspirierend.

 

Das waren die letzten nennenswerten Titel aus 2018. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lesejahr, denn es waren doch wenige "schlechte" Bücher dabei. Wie war euer Lesejahr? Was waren eure Highlights? Ich hoffe, ich komme im weiteren Verlauf der Reise wieder mehr zum Lesen, ich vermisse es richtig.

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